Diese iOS-App bietet eine Alternative zu gängigen PDF-Datei-Bearbeitungsprogrammen. Notizen, Rummalen und Markieren sind einige Funktionen, die die App ausmachen. Eine Suchfunktion und Bibliothek ergänzen die lange Liste der Features. Wie schlägt sich die App im Test? Test der Version 2.6.0 vom 17.05.2012

Funktionsumfang
 

 

Die App pdf-notes free sammelt alle PDF-Dokumente in einer Bibliothek. Es lassen sich mehrere eigene Kategorien anfertigen und man kann die einzelnen Dateien den jeweiligen Kategorien zusortieren. Es lassen sich auch mehrere Dateien gleichzeitig zum Bearbeiten auswählen - das spart Zeit. Die einzelnen Kategorien bekommen eine eigene Bücherregal-Seite. Das erinnert stark an die iBooks-App von Apple und lässt sich deshalb sehr intuitiv bedienen. Auf Wunsch kann man sich zwischen einer Bilder-Anzeige und einer Listen-Ansicht entscheiden. Mit einem horizontalen Wisch wechselt man zwischen den Kategorien, ansonsten wählt man die gewünschte Seite aus einer Drop-Down-Liste nach einem Klick auf "Category" links oben.
 


 

(Bild: Bibliothek)
 

Daneben befindet sich eine Suchfunktion. Diese funktioniert schnell und in Echtzeit. Ergebnisse werden also sofort beim Eintippen des Suchbegriffs angezeigt. Hat man eine bestimmte Kategorie ausgewählt, wird auch nur auf dieser Seite gesucht. Man kann aber auch "All Categories" wählen, sodass alle Dateien angezeigt werden und auch darin gesucht werden kann. Die Dateien kann man nach mehreren Merkmalen auch sortieren lassen.
 

Eine Dropbox-Anbindung ist auch mit an Bord, sodass ein Datei-Austausch einfach vonstatten geht. Alternativ kann man die Dateien auf dem iPad per Mail-App, Browser und etlichen weiteren Apps austauschen. Der Dokumente-Austausch ist weit ausgebaut, denn pdf-notes ist in vielen bekannten Apps implementiert. Eine Druck-Funktion ist ebenfalls enthalten, sofern man einen Drucker besitzt, der AirPrint unterstützt. Die PDF-Dokumente kann man natürlich auch ganz traditionell über iTunes aufspielen und sichern.
 

Kommen wir nun zur Dokumenten-Ansicht. Wählt man eine Datei i der Bibliothek aus, so wird diese umgehend geöffnet. Beim ersten Laden wird sie erstmal angepasst. Durch die Option "Pre open" lassen sich die bereits geladenen Seiten betrachten, während der Rest im Hintergrund aufgebaut wird. Das geht sehr flott. Nach diesem ersten Vorgang ist das Aufbereiten der jeweiligen Datei nicht mehr nötig. Wechselt man nämlich wieder zu dem Dokument, kann man bereits alle Seiten betrachten.
 


 

Hat man keine der unten aufgeführten Bearbeitungstools ausgewählt, so kann man mit den typischen Fingerbewegungen rein- und rauszoomen. Man kann sehr bequem weit reinzoomen, sodass man sehr fein schreiben kann. Mit einem Doppelklick auf eine bestimmte Stelle wird nah herangezoomt.
 


 

(Bild zeigt die größte Zoom-Stufe)
 

Der Funktionsumfang der Bearbeitung umfasst:
 

  • Stift
  • Anmerkungs-Box
  • Radiergummi
  • Textmarker

Erst einmal muss angemerkt werden, dass die PDF-Dokumente als Grafiken aufgearbeitet werden. Textstellen können leider nicht markiert und kopiert werden.
 

Mit dem Stift kann man nach Belieben auf dem Dokument rummalen und schreiben. Es gibt mehrere Größen und Farben zur Auswahl. Unterschiedliche Pastell-Farben und Größen können beim Textmarker eingestellt werden. Damit kann man jedoch nicht gerade entlang des Textes markieren. Zoomt man aber ein wenig, kann man relativ gerade bleiben und der Text ist ansehlich hervorgehoben. Der Radierer wischt alle selbst erstellten Markierungen weg. Die Anmerkungs-Box erinnert an die Notiz-Funktion von Adobes PDF-Reader und lässt sich genauso verwenden. Die Boxen lassen sich jederzeit wieder verschieben und bearbeiten. Man kann die Box farbig markieren und den Text darin markieren als auch kopieren.
 


 

(Bild stellt die Notiz-Funktion dar)
 

Bearbeitungen kann man schrittweise rückgängig machen. Mit einer Lösch-Taste kann man auch alle eigenen Markierungen auf der angezeigten Seite löschen lassen. Änderungen werden bei jedem Dokument komplett speichern. Auch nach Monaten kann man Änderungen rückgängig machen!
 

Die Suchfunktion im Dokument arbeitet schnell und zuverlässig. Ältere Suchanfragen kann wieder aufgreifen. In Echtzeit such die Suchfunktion zwar nicht, aber das ist nicht weiter schlimm, weil die Suche alle gesuchten Textstellen findet und farblich hervorhebt.
 


 

(Bild zeigt die Suchfunktion)
 

Die Seiten-Anzeige zum Auswahl einer gewünschten Seite im Dokument ist ebenfalls gut ausgestattet. Man kann zu Lesezeichen (Bookmarks), einer Anmekrungs-Box oder einer bestimmten Seitenzahl springen. Mit einem Regler kann man durch alle Seiten in Echtzeit scrollen. Mehrere umgebende Seiten werden auch angezeigt, falls man nach einem optischen Detail sucht.
 

Sowohl eine Portrait (vertikal) als auch eine Landscape (horizontal) Ansicht ist möglich und lässt sich jederzeit durch Drehen des iPads einstellen.
 


 

(Vergleich Landscape / Portrait)
 

Multitasking wird von der App unterstützt. Geöffnete Dokumente werden also wieder angezeigt, sofern man wieder zurück zur App wechselt. Schaltet man das iPad jedoch aus (also nicht ganz, sondern nur StandBy), dann muss man die App neu aufrufen und das Dokument wird wieder angezeigt. Alles lädt flott und problemlos. Abstürze gab es seit Monaten und nach etlichen Updates keine. Eine etwas bessere Multitasking-Fähigkeit wird durch die kostenpflichtige App geboten.
 

Die Einstellungen lassen sich durch das bekannte Zahnrädchen aufrufen. Sie bieten die Standardkost (Mail an Entwickler, Aufruf zur Bewertung der App, FAQ, Twitter-Link, Tell-a-Friend etc.). Die weiteren Einstellungen zur Anzeige sind nicht sonderlich wichtig. Man kann an dieser Stelle ein Dokument neu aufarbeiten lassen, falls es Fehler gab. Auch kann man hier alle Dokumente mit einem Klick löschen. Man ist durch die Fülle der Möglichkeiten weder überfordert, noch hat man das Gefühl, dass man kaum Einstellungen vornehmen kann.
 

Design
 

 

Das Design gefällt auf Anhieb und sorgt für eine intuitive Bedienbarkeit. Die Bibliothek ähnelt stark der iBooks App von Apple und lässt sich durch vier unterschiedliche "Bookshelf Themes" anpassen, wobei mir persönlich nur die beige Farbe zusagt.
 

Wählt man ein Dokument aus, sind die beiden Leisten mit den Funktionen (am oberen und unteren Rand) in einem glasigen und transparenten schwarz-grauen Farbton. Das sieht modern und schlicht aus. Die Übersichtlichkeit ist stets geboten, da die Icons selbsterklärend sind und strukturiert angeordnet sind. Erklärende Schriften sind weiß und somit auf dem dunklen Hintergrund klar lesbar. Sieht man einen Rand um das Dokument, weil es nicht die gleichen Maße hat wie das iPad, so wird dieser Hintergrund dunkelgrau dargestellt.
 

Das Design ist im großen und ganzen modern und intuitiv. Es gibt keine störenden Elemente.
 

Bedienbarkeit
 

 

Die gesamte App ist leider nur in englischer Sprache verfügbar.
 

Durch mittlerweile viele Updates und Funktionserweiterungen ist die App ständig umfangreicher geworden. Es wurde aber stets darauf geachtet, dass die intuitive Bedienung nicht beeinträchtigt wird. So wurden die Funktionen immer wieder neu angeordnet und umstrukturiert. Den Überblick verliert man aber nie.
 

Es wurden immer wieder Bugs (Fehler) behoben, die ich jedoch nie bemerkt habe, obwohl ich die App sicher seit mehr als einem Jahr regelmäßig nutze. Die App lädt stets schnell und man hat durch die "Pre open" Funktion keine Wartezeit oder Laggs (Verzögerungen beim Bildaufbau). Auch die Suchfunktion ist top.
 

Auf dem neuen iPad (3. Generation) läuft die App auf jeden Fall noch flotter. Aber selbst auf dem ersten iPad kann man nur zufrieden sein. Der Arbeitsspeicher wird sorgsam genutzt, man muss beim Blättern des Dokuments nicht ständig auf den Aufbau der nächsten Seite warten.
 

Support
 

 

Es gibt mehrere Unterstützungs-Möglichkeiten. Neben YouTube-Tutorials gibt es auch einen FAQ-Bereich in der App. Auf die Hilfe der Entwickler war ich bis jetzt nicht angewiesen. Die Entwickler-Seite ist zwar eine Blog-Seite und wirkt nicht so seriös. Aber die Entwickler legen sich für die App richtig ins Zeug.
 

Preis
 

 

Die App ist kostenlos. Es gibt jedoch auch eine kostenpflichtige Version für rund 8 Euro. Diese habe ich jedoch nie ausprobiert.
 

Es gibt dafür in der kostenfreien Version InApp-Werbung. Ein kleines Banner befindet sich deshalb stets unten links in der Dokumenten-Ansicht. Die Werbung ist zwar klein und fällt nicht sonderlich auf. Allerdings bin ich schon paarmal aus Versehen mit dem FInger draufgekommen. Je nach Werbung öffnet sich dann sofort der App-Store oder der Safari-Browser. Möchte man etwas kleines in einem Dokument betrachten, das sich links unten im Dokument befindet, dann könnte es vom Banner verdeckt werden. In diesem Fall muss man das Dokument mit einem Finger etwas "wegziehen", was nicht gerade optimal gelöst ist.
 

Von einem regelmäßigen und nervigen Aufruf zur App-Bewertung wird abgesehen.
 

Unterschied zur kostenpflichtigen App "pdf-notes for iPad"
 

 

Es gibt einen "InApp-Kauf" in den Einstellungen, aber das ist nur ein App-Store-Link zur kostenpflichtigen App.
 

Der Unterschied zwischen beiden Versionen macht sich nur in der Werbung "bezahlt". Der Leistungsumfang ist genau der gleiche. 7,99 Euro sind es meiner Meinung aber nicht wert. Mit dem versehentlichen Anklicken des Banners kann für diese Ersparnis durchaus leben.
 

Eine etwas bessere Multitasking-Fähigkeit wird durch die kostenpflichtige App geboten.
 

Besonderheiten kurz und knapp
 


  • Retina-Display vom neuen iPad wird unterstützt
  • nur englische Sprache (oder Koreanisch^^)
  • Werbe-Banner kann aus Versehen angeklickt werden
  • kostenpflichtige Version überteuert und nicht notwendig
  • App läuft flott
  • flüssige Darstellung
  • viele Möglichkeiten zum Dokumenten-Austausch
  • mächtige Suchfunktionen
  • Multitasking

Fazit
 

 

Bei den folgenden Kriterien ist jeweils +, o oder - möglich. Funktionsumfang und das Preis-/Leistungs-Verhältnis werden doppelt gezählt.
 

Funktionsumfang: ++
 

 

Es kann zwar so einiges aufgeboten werden. Allerdings bieten alternative Bearbeitungs-Apps weitere Funktionen. Nichtsdestotrotz kann der Umfang hier nur mit einem Plus (doppelte Wertung!) gewertet werden.
 

Bedienbarkeit: o
 

 

Die Bedienung der App verläuft sehr intuitiv. Die Icons sind meistens selbsterklärend. Aufgrund der ausschließlich englischen Sprachausgabe gleicht sich das ganze aus.
 

Design: +
 

 

Das Design ist minimalistisch, aber modern und unterstützt die Bedienung. Dies kann man nur positiv betrachten.
 

Sicherheit: +
 

 

Die Dropbox-Anbindung ist optional. Domit gibt es weder eine Möglichkeit zur Daten-Sammlung seitens Entwickler noch ein hohes Sicherheitsrisiko, das man mit einer Verschlüsselung sichern müsste. Man speichert ja schließlich nur Dokumente und keine Passwörter oder den Zugriff auf ein Geldkonto.
 

Preis-/Leistungs-Verhältnis: ++
 

 

Die kostenpflichtige Version kann man getrost ignorieren, sofern man InApp-Werbung nicht boykottiert. Betrachtet man nun die kostenlose App, so kann man aufgrund des Gesamteindrucks für 0 Euro absolut nichts falsch machen.
 

Endbewertung: +
 

 
Funktionsumfang (doppelt)
 
++
 
Bedienbarkeit
 
o
 
Design
 
+
 
Sicherheit
 
+
 
P-/L-Verhältnis (doppelt)
 
++
 

Summe
 

(also 6 von maximal 7 erreichbaren +)
 

++++++
 

==>Hier sollte man zugreifen. Kostenlose App-Alternativen mit diesem Funktionsumfang sucht man im App-Store vergeblich.
 

Links zu den Apps
 

 

pdf-notes free for iPad (€ 0)
 

 

Link zur App: pdf-notes free for iPad
 

pdf-notes for iPad (€ 7,99)
 

 

Link zur App: pdf-notes for iPad
 

Extra
 

 

Bei der App iBooks von Apple kann man in der Bibliothek den Fingr nach unten wischen und man entdeckt über der Suchleiste einen abgebissenen Apfel:
 


 

Das haben sich die Entwickler von pdf-notes nicht nehmen lassen! ://studentia.de/ckeditor/plugins/smiley/images/wink_smile
 


 


 


 

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