Ein Studium kostet erst einmal einiges an Geld, allerdings hat man auch so manche Möglichkeiten als Student an Vergünstigungen zu kommen. Dies erlaubt zumindest etwas günstiger durchs Leben zu kommen.

Wohnen


Der Klassiker des günstigen Wohnens ist natürlich das Wohnen im Studentenheim. Meistens sind diese Wohnheime vom Studentenwerk getragen, aber es gibt weitere Angebote beispielsweise von speziellen Vereinen, Kirchen oder gar unter studentischer Selbstverwaltung. Es gibt allerdings auch kommerzielle Wohnheime. Deswegen ist es wichtig genau zu prüfen, was man für sein Geld erhält. Hierbei ist zum einen der Wohnraum wichtig, aber auch die Ausstattung oder weitere Leistungen wie Stellplätze oder Gemeinschaftseinrichtungen. Ebenfalls gilt es zu beachten ob Dinge wie Bäder, Toiletten oder Küchen mit anderen geteilt werden müssen und wenn ja mit wie vielen Personen.
Mehr Infos zum Wohnen gibt es in unserer Wohnen-Rubrik [weiter lesen].

Versicherungen


Grundsätzlich muss man als Student kranken- und sozialversichert sein. Zu Beginn des Studiums ist man in der Regel über seine Familie krankenversichert. Dies gilt jedoch nicht für duale Studierende. Diese werden von Versicherungen nicht als Studenten gezählt, sondern als Auszubildende und damit müssen sie sich selbst versichern. Aber auch für alle anderen Studis ist sobald man 25 ist Schluss. Dies dürfte die meisten Studierenden irgendwann im Master treffen. Aber keine Sorge die gesetzlichen Krankenkassen bieten dafür einen extra günstigen Tarif an. Damit ist man oft für unter 80 Euro im Monat kranken- und sozialversichert.
Es gibt natürlich bei der Krankenversicherung noch mehr zu beachten als Student. Im Falle der Familienversicherung gibt es Einkommensgrenzen wie viel als regelmäßiges Einkommen haben darf. Im Falle der studentischen Versicherung gibt es diese Grenzen nicht, allerdings gibt es Grenzen in der Regelmäßigen Arbeitszeit, die dringend nicht überschritten werden müssen und im Alter oder der Studiendauer. Infos darüber haben wir in einem gesonderten Artikel untergebracht [weiter lesen].

Software


Computer sind aus dem modernen Studium und aus dem allgemeinen Alltag nicht mehr wegzudenken. Es gibt von vielen Unternehmen deutliche Rabatte auf Software. Teilweise geht das so weit, dass man die Software für Studien- oder private Zwecke sogar kostenlos bekommt und das auch noch nach einem Abgeschlossenen Studium.

Online Einkaufen


Einige Onlineshops bieten extra günstiger Preise für Studenten an. Hier muss man allerdings klar prüfen ob der günstigere Preis auch wirklich der günstigste ist – nur weil ein Anbieter für Studenten die Preise senkt muss er nicht der billigste sein. Auf jeden Fall kommt ihr so beispielsweise günstiger an Technik wie Laptops, die ihr fürs Studium gebrauchen könnt. Amazon beispielsweise bietet ein Jahr gratis Prime Versand kostenlos an und das Folgejahr deutlich billiger. Darüber hinaus bekommt ihr auf den Video on Demand Service einen großen Rabatt.

Finanzen


Oft vergeben Banken günstigere Konditionen, bessere Zinsen und geringere Gebühren an Jugendliche. Dieser „Luxus“ endet aber meist mit der Volljährigkeit. Als Student habt ihr aber auch oft in die Möglichkeit ebenfalls an diese Vergünstigungen heranzukommen. Allerdings ist dabei von euch Initiative bei der Bank erforderlich um an solche Konten zu kommen.
Falls eure Finanzierung für das Studium nicht gesichert ist, gibt es auch die Möglichkeit einen Studienkredit aufzunehmen. Vorteil gegenüber einem normalen Kredit ist hierbei, dass man nicht sofort mit der Tilgung anfangen kann und oft statt der ganzen Kreditsumme auf einmal monatlich einen Betrag ausgezahlt bekommt. Die Tilgung findet dann erst nach dem Studium statt.
Wie bei allen Finanzdienstleistungen ist es natürlich wichtig, die Angebote und Bedingungen genau zu prüfen und auch in das „berüchtigte“ Kleingedruckt zu lesen um wirklich durchzusteigen wie sicher dieses Angebot ist.

Unterwegs als Student


Oftmals ist mit der Überweisung eurer Semestergebühren ein Studi-Ticket für den Nahverkehrsbereich der Universität enthalten. Damit könnt ihr in dieser Gegend kostenlos den Öffentlichen Nahverkehr nutzen. Wenn euch diese Region nicht reicht, weil ihr häufiger außerhalb des gebuchten Bereichs fährt bekommt ihr über eure Uni oder die Bahn häufig auch eine Erweiterung des Studi-Tickets. Ebenfalls gibt es bei der Bahn Rabatte auf eine BahnCard – ob sich die jedoch für euch lohnt kommt ganz darauf an wie oft ihr generell mit der Bahn unterwegs seid. Aber auch, wenn gar kein Studi-Ticket in euren Semestergebühren enthalten ist könnt ihr von der Bahn ein solches Ticket kaufen.

Essen


Beim Essen kann man als Student sparen, wenn man in der Mensa isst. Das dortige Essen ist extra günstig und subventioniert. Wie gut der Geschmack tatsächlich ist und wie sehr einem die Essenauswahl liegt, dass muss jeder selbst entscheiden. Es ist aber durchaus möglich ein komplettes Mittagessen für 2,15€ zu bekommen und damit durchaus sehr günstig.

Telefonieren, Internet und Handy


Telefonanbieter für Festnetz und für Mobilnetze bieten häufig Tarife für Auszubildende und Studierende an. Damit könnt ihr gegenüber den normalen Tarifen einiges sparen. Aber auch hier gilt, dass man natürlich möglichst viele Angebote vergleichen sollte. Insbesondere, wenn man keinen klassischen Telefonanschluss mehr besitzt, sondern sein Internet über Kabel bezieht oder keinen Fernsehanschluss im herkömmlichen Sinne hat und sein Fernsehen über IPTV bezieht wird das ganze nämlich komplizierter, weil ein Anbieter hier gleich drei Dienste anbietet. Neuerdings bieten Festnetzanbieter zusätzlich auch Sim-Karten fürs Handy an, was das Ganze noch undurchsichtiger macht.
Wohnt man in einem Wohnheim ist das Internet oft sogar schon inklusive. Damit entfällt dieser Kostenpunkt.
Aber auch bei Handytarifen gibt es spezielle Tarife bei denen Studierende Sparen können. Wichtig ist natürlich immer zu prüfen was man braucht, was sich besonders bei Datenflatrates oder Inklusiv-Einheiten zeigt. Nicht jeder Telefoniert viel, nicht jeder verbraucht viele Daten. Manche Telefonieren wenig, aber haben ein großes Datenaufkommen. Ähnlich wie beim Festnetzanbieter lohnt sich also das genaue vergleichen.
Wichtig ist bei allen Angeboten im Telekommunikationsbereich genau zu schauen, was es wirklich kostet. Es gibt inzwischen bei so gut wie jedem Anbieter Mindestvertragslaufzeiten und bei vielen Anbietern gibt es regelrechte Preisstaffeln. So kostet manchmal ein Angebot in den ersten drei Monaten besonders wenig, dann bis das erste Jahr etwas mehr und erst im zweiten Jahr den vollen Preis. Das macht natürlich auch das Vergleichen schwieriger.

Rundfunkbeitrag


Früher war der Rundfunkbeitrag eine Geräteabgabe und als GEZ Gebühr bekannt. Seit 2013 ist der Rundfunkbeitrag allerdings eine Haushaltsabgabe. Damit muss jede „Wohnung“ diese Abgabe leisten.
Studierende, die BAföG beziehen kommen allerdings um diesen Beitrag herum, wenn ihr euren BAföG Bescheid an den „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ sendet. Wichtig ist natürlich, dass ihr das wie Euren BAföG Antrag immer wieder stellen müsst, ihr auch den Bescheid immer wieder einzusenden habt. Damit habt ihr die Möglichkeit im Jahr etwas über 210 Euro zu sparen.

Printmedien


Tageszeitungen, Magazine und Zeitschriften bieten häufige Abonnements für Studenten an, die deutlich günstiger als die regulären Preise sind. Wenn du eine Zeitung sowieso oft kaufst würde sich ein solches Abo also lohnen. Zusätzlich kann man oft noch sparen, wenn man sein Abo auf eine digitale Ausgabe beschränkt.
Oft gibt es zusätzlich wenige Wochen bis einige Monate dauernde gratis Abos. Diese sind nicht unbedingt auf Studenten beschränkt, manchmal gibt es aber gerade für Studierende länger gehende Gratisabonnements. Wichtig ist hierbei darauf zu achten ob sich das Abo automatisch kostenpflichtig verlängert oder nicht. Möchte man nämlich kein Geld dafür ausgeben muss man im ersten Falle unbedingt rechtzeitig kündigen.

Sport


Oftmals bieten Hochschulen so genannten Hochschulsport an. Dabei könnt ihr euch für bestimmte Kurse, Sportarten oder Mannschaften einschreiben. Viele Hochschulen betreiben auch ein eigenes Fitnesszentrum. Die Kosten dafür werden entweder pro Semester, pro Kurs oder bei Fitnesszentren teilweise auch nach Trainingseinheiten abgerechnet. Oftmals ist das Entgelt aber deutlich billiger als bei Sportvereinen oder Fitnesszentren, teilweise gibt es auch kostenlose Angebote.
Oftmals habt ihr auch die Möglichkeit Schwimmbäder als Studierende günstiger zu besuchen. Es lohnt sich also auch hier seinen Studentenausweis mitzunehmen.

Kinos und Filme


Für Schüler, Studenten und Azubis gibt es in Kinos oft günstigere Kinokarten zu kaufen. Es kann auch sein, dass eure Hochschule des Öfteren Filmvorführungen betreibt, die speziell für die Studenten sind und damit noch günstiger. Aber auch bei Video on Demand Plattformen wie der von Amazon könnt ihr als Student billiger fahren.

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