Der NC oder Numerus Clasus ist vielen Schülern ein Schrecken. Jedoch stellen sich viele etwas völlig falsches drunter vor.

Zunächst einmal gibt es den NC nur in so genannten Zulassungsbeschränkten Fächern. Das sind die Fächer, wo die Universität mehr Studienbewerbungen erwartet als sie Studienplätze hat. Deswegen führt die Universität ein Zulassungsverfahren durch. Eines dieser Verfahren ist die Abiturnote, andere sind zum Beispiel Wartesemester, Eignungstests. Bei solchen Studiengängen müssen 20% via Abiturnote vergeben werden, weitere 20% über Wartesemester. Die restlichen 60% dürfen frei Nach Verfahren vergeben werden, die die Hochschule auswählt. Das können eigene Verfahren sein, das darf aber auch z.B. das NC Verfahren sein.

Wie kommt man nun zu einem NC Wert für einen Studiengang?


Einfach gesagt: Die Universität nimmt alle Bewerbungen und sortiert sie nach Abiturnote. Dann weiß die Universität wie viele Plätze sie nach der Abiturnote vergibt. Das schlechteste Abitur mit dem jemand Zugelassen wurde ergibt den allgemein als NC angesehenen Wert. Dies betrifft jedoch nur die Zulassung über die Abiturnote. Das heißt nicht, dass das die Person mit dem schlechtesten Abitur ist, die überhaupt in den Studiengang kam. Das heißt, wenn der "NC bei 2,5" liegt, dann kann trotzdem jemand mit 3,1 in den Studiengang gekommen sein, wenn er beispielsweise genug Wartesemester gesammelt hatte. Der typische Noten-NC ist somit nicht der einzige NC Wert, den man beachten muss.

Und wie funktioniert das jetzt mit den Wartesemestern?


Hier werden alle Bewerber, die nicht über die Note zugelassen wurden nach der Anzahl ihrer Wartesemester sortiert. Die Abiturnote wird dann als zweites Sortierkriterium verwendet um bei gleichen Wartesemestern zu entscheiden. Hilft die Abiturnote hier auch noch nicht weiter, dann wird ausgelost.

Und die restlichen 60% der Bewerbungen?


Hier hat die Universität freien Handlungsspielraum. Sie dürfte z.B. Leute zu einem Physikstudium zulassen, die in ihrem Abitur in Mathe und Physik auf 1,0 stehen. Sie dürfte aber auch einen Eignungstest durchführen. Es ist natürlich auch erlaubt wieder die Abiturnote zu Rate zu ziehen oder Teile der Abiturnote nach einer eigenen Gewichtung (für Physikstudenten ist die Note in Sport beispielsweise nicht wirklich Fachrelevant) verwenden. Die Universität darf auch Personen zum persönlichen Gespräch einladen.

Übrigens darf die Universität für diesen Teil der Bewerber auch mehrere gleichzeitig Verfahren anwenden.

Was weiß man denn dann vorher?


Klar ist, dass ein Fach zulassungsbeschränkt ist. Klar ist auch wie die Universität die Zulassungsverfahren durchführt, Beispielsweise wenn gewichtete Verfahren für die Abiturnote in den freien 60% genutzt wird, dann muss klar sein, wie die Berechnung erfolgt.

Den Noten-NC vorhersagen, kann man wie wir gelernt haben nicht. Was man jedoch weiß, ist wie dieser in der Vergangenheit gelegen hat.

Übrigens ist es auch nicht möglich nach dem Abitur durch irgendwelche Tätigkeiten wie ein FSJ seine Note zu verbessern. Alles was man hierbei machen kann ist Wartesemester zu sammeln oder Pluspunkte für andere Zulassungsverfahren zu bekommen. Denn auch die berufliche Praxis kann bei den freien 60% durch die Universität berücksichtigt werden.



0 Kommentare

ausklappen Kommentar hinzufügen



Gib uns Feedback!