Wenn du dich nun an eine Hochschule immatrikuliert hat, dann dauerd es nicht lange und das ganze Studium geht los - du bist ein "Erstie". Und glaubt man denen, die schon länger studieren, dann sieht man dir das auch angeblich an.

Kontakte knüpfen und Einführungsveranstaltungen

Du hast jetzt zwar ein anderes Umfeld und deine bisherigen Freunde aus der Schule oder von zu Hause mögen jetzt sonst wo wohnen, aber das geht den anderen Ersties ja auch nicht anders.
An den meisten Hochschulen gibt es vor dem regulären Vorlesungsalltag noch so genannte Einführungs- oder Orientierungswochen für Ersties. Hier zeigen dir Mitarbeiter des Fachbereiches oder andere Studenten, wie man dein Fach studieren sollte. Hier werden dir allerhand Wahlmöglichkeiten und wichtige Fristen und Reglungen erklärt. Aber noch viel wichtiger: Hier sind auch die anderen Ersties, die genauso Leute suchen mit denen sie gut klar kommen. Die anderen sehen dort dich nicht nur zum ersten Mal - sie kennen auch sich selbst untereinander nicht. Hier sollte man sich auf keinen Fall scheu abkapseln, sondern versuchen mit so vielen Leuten wie möglich ins Gespräch zu kommen. Es wird während deines Studiums nie mehr so einfach sein so viele Leute kennen zu lernen, die das gleiche studieren wie du und das sogar noch auf ungefähr gleichem Leistungsstand! Mach also nicht nur die rein fachlichen Info -Veranstaltungen mit, sondern auch einige der mehr sozialeren Events.

Wahl der Veranstaltungen

An sehr vielen Hochschulen kann man sein Studium sehr flexibel gestalten und steht jedes Semester erneut vor der quälenden Frage: "Was mache ich dieses Semester?"

Hier muss man natürlich aufpassen. Es ist enorm wichtig, dass man sich nicht zuviel zu mutet. Gerade am Anfang mag man dazu geneigt sein die Anzahl an Schulfächern auch in Studienmodule belegen zu wollen - nur sind 90 Minuten Schule nicht wie 90 Minuten Vorlesung zu sehen.

Wer sich hier zu viel aufbrummt, der hat wohlmöglich recht schnell Probleme mit nicht bestandenen Prüfungen.

Andererseits sollte man auch aus Angst nicht versuchen ganz minimalistisch zu planen - damit schiebt man nämlich nur allerhand Dinge raus.

Sehr gut, wenn man sich nicht sicher ist ob man eine bestimmte Vorlesung machen soll oder nicht ist immer einige Leute zu fragen, die sie schon gehört haben oder in die jeweiligen Vorlesungsumfragen zu schauen, die viele Hochschulen immer wieder durchführen. Es ist natürlich auch möglich sich einfach auch mal in die Vorlesung reinzusetzen, zuzuhören und dann zu schauen ob das wirklich etwas für einen ist. Es ist auch immer gut andere zu fragen, was sie so hören wollen. Es ist gut, wenn man in jeder Vorlesung einige Leute hat mit denen man sich gut versteht. Wenn du sie für eine bestimmte Veranstaltung nicht hast, dann suche dir welche - entweder, dass du jemanden überzeugst mitzumachen oder, dass du dir dort jemanden suchst. Das hilft dir die Vorlesung leichter zu verstehen und aufkommende Fragen können leichter gelöst werden.
 

Meine ersten Vorlesungen

Gerade im ersten Semester mag es für einige scheinen, dass sie gewisse Sachen schon kennen. Das mag aus Eigeninteresse oder aus der Schule sein. Solche Leute sind dann oft geneigt einfach nicht in die Vorlesung mehr zu gehen oder sie fangen auf Laptops an irgendwelche Spiele zu spielen, zu chatten oder im Netz zu surfen. Diese Einschätzung wie wichtig das Zuhören in der Vorlesung ist kannst du im ersten Semester nur sehr schwer vornehmen. Es gibt eine Vielzahl von Vorlesungen, die erst sehr langsam ins Thema einsteigen und dann unglaublich schnell komplex werden. Wenn man da den Anschluss verpasst wird es möglicherweise schwer wieder rein zu kommen.


Ein gutes Mittel wie man in der Vorlesung viel mitbekommt ist zunächst einmal nicht in der letzten Reihe zu sitzen, sondern irgendwo in der Mitte. Ganz vorne mag vor allem in rießen Hörsälen schlecht sein, da man um auf den Beamer zu gucken, stark hochschauen muss. Auch das Stellen von Fragen hilft enorm zum Verstehen des Stoffes. Man ist kein Streber nur, weil man den Prof mal etwas fragt!


Freizeit

Es ist nicht gut, die ganze Woche über den Büchern zu hängen. Das wissen auch Unis und deswegen gibt es eine Vielzahl an hochschuleigenen Freizeiteinrichtungen z.B. für den Sport. Geh ruhig mal raus an die frische Luft und treffe dich mit anderen.
 

Probleme

Egal wie gut es anfängt - irgendwann mag der Moment kommen, wo du Probleme mit deinem Studium hast. Bei Verständnisproblemen scheue dich nicht Kommilitonen, deinen Übungs- oder Seminarleiter zu fragen oder gleich deinem Prof eine E-Mail zu schreiben.

Auch, falls du mit der Studienverlaufsplanung überfordert bist, gibt es an der Uni Berater. Dazu kannst du zum einen zur Fachschaft gehen, die dir bei allem möglichen gerne helfen oder direkt zu dem Beauftragten des Fachbereiches. Hier kriegst du auch bei besonders kritischen Situationen Hilfe.

0 Kommentare

ausklappen Kommentar hinzufügen



Gib uns Feedback!