Tongji University Library Bildquelle: (c) Matthias Ripp lizensiert unter : Creative Commons Attribution 2.0 Generic https://www.flickr.com/photos/56218409@N03/15980295568 (modifiziertes Werk)

Beide extremen Taktiken haben ihre Existenzberechtigung. Die Strategie sollte jedoch nicht lauten, sich durch das ganze Studium mit der gleichen vorher festgelegten Taktik durchzuschlagen. Die Intention dieses Textes soll vermitteln, dass man je nach Vorlesung/Klausur, Prüfungsform etc. eine andere Taktik anwenden kann bzs. muss.

Es gibt einige Faktoren, die "Auf Lücke lernen" unabdingbar machen:
 

  • zu viele Prüfungen
  • Zeitdruck
  • Umfang der Veranstaltungen

Faule Studenten machen sowas bloß! Nur, wenn man zu dumm zum Lernen ist! --> Alles Schwachsinn! Diese Lernmethode wird häufig verrissen. Und doch kann es eine höchst effektive Methode sein - wenn man sie weise wählt!
 

Optimal kann man nämlich mit beiden Taktiken lernen und "Auf Lücke lernen" hat garantiert eine Daseinsberechtigung! Mut zur Lücke heißt es schließlich...
 

Eine psychische Komponente
 

 

Auf Lücke lernen erweist sich nur bei stressresistenteren Studenten als erfolgreich. Leute, die am "auf Lücke"-Erlernten zweifeln und glauben,
dass sie nicht genug gelernt haben, sollten von dieser Taktig Abstand nehmen! Eine Panikattacke, ein Blackout oder einfach Angst, die
auch andere Klausuren gefährden könnte, können dadurch zum Beispiel vermieden werden. Hier erweist sich ausschließlich das völlige Verstehen der Veranstaltungsinhalte als sinnvoll, geht man mit einem positiven Gefühl in die Klausur und kann somit Unbehagen ausschließen.
 

Die Frage lautet nun, wie man erkennt, welche Lernmethode man anwenden muss. Antworten sollen folgende Überlegungen bieten:
 

Kriterien für "Auf Lücke lernen":
 

 

Es gibt zwei Typen dieser Lernmethode:
 

  • unrelevante Lerninhalte auslassen
  • mehr Breite - weniger Tiefe

Manchmal ist von Anfang klar, dass der Dozent auf ein allgemeines Verständnis aus ist und man nicht besonders in die Tiefe gehen muss. Dabei ist ein oberflächiges Verständins ausreichend. Jedoch sollte man zu jedem kleinen Thema schon ein paar Sätze aus dem Ärmel schütteln sollen, damit man nicht auf die Nase fällt. Andererseits sträubt man sich dagegen, zu viel zu lernen, was man irgendwann nicht mehr braucht. Es wird nun ersichtlich, dass man ein gesundes Verhältnis beider Subarten finden muss, falls man sich für diese taktik entscheidet.
 

Wesentliche Kriterien sollten deshalb erfüllt sein:
 

  • Der Dozent erklärt sein Skript als einzige prüfungsrelevante Komponente
  • Das Skript wird in der Vorlesung nur umrissen
  • Die Prüfung besteht ausschließlich aus Multiple-Choice-Fragen
  • Erfahrungsberichte zur Vorlesung in Foren des eigenen Fachbereichs sind eindeutig (wobei Erfahrungen von bekannten höher gewertet werden sollten)
  • Der Vorlesungsstoff wird für weitere Veranstaltungen größtenteils/gar nicht mehr gebraucht
  • Der Vorlesungsstoff ist für die angestrebten Berufsfelder von keiner Bedeutung
  • In der Klausur muss man zum beispiel drei von vier Aufgabenblöcken auswählen (somit könnte man sich auf leichter verständliche Inhalte konzentieren)

Ziele:
 

Man hat mehr Zeit, Konzentration und Gehirn für andere (schwerere) Prüfungen.
 

Kriterien für "Alles verstehen":
 

 

Man lernt ja nicht nur für die Klausur. Zumindest, wenn man weiß, dass das Erlernte auch weiterhin Anwendung finden wird und zum Beispiel im Job oder in fortführenden Veranstaltungen von Nutzen sein wird.
 

Kriterien sind deshalb unter anderem:
 

  • Es müssen viele unterschiedliche Rechenmethoden verinnerlicht werden (Die Rechnungen müssen auf andere Sachverhalte anwendbar sein)
  • Die ausgewählte Prüfung wurde bereits einmal nicht bestanden (evtl. falsche Schwerpunkte bei verhauter Klausur)
  • Inhalte sind anderweitig nützlich (z.B. bei einer Grundlagen-Veranstaltung)

Das Risiko
 

 

Schließlich muss man noch abwägen, wie wichtig die Veranstaltung ist. Lernt man für eine Prüfung für eine wichtige Veranstaltung des Studiums auf Lücke und bekommt eine schlechte Prüfungsnote, dann wirkt sich das schlecht auf das Zeugnis aus.
 

Studium-fernere Veranstaltungen sind zum Beispiel bei einer Master-Bewerbung eher unwichtig. hier empfiehlt es sich die Reserven zu sparen und in andere wichtigere Prüfungen zu investieren.
 


 

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