Die Regelstudienzeit ist oft mehr ein theoretisches Konstrukt. Dies zeigt auch eine Studie des Statistischen Bundesamtes zu den Abschlüssen im Prüfungszeitraum 2012.

Laut Zahlen des Statistischem Bundesamt schafften von den Absolventen (insgesamt 365 800) im WS 2011/12 und SS2012  39,3% (138 700 Personen)  ihren Abschluss in Regelstudienzeit.  Erweitert man diesen Zeitrahmen auf „Regelstudienzeit  + zwei Semester“, so traf dies auf 77% der Absolventen hinzu.  Damit braucht immer noch ein knappes viertel der Studierenden länger als Regelstudienzeit plus zwei Semester!

Vergleicht man die Daten nach den Fachgruppen so stellt man fest, dass in Verwaltungswissenschaften, Humanmedizin und Sozialwesen  die Abschlusszahlen sehr nahe an der Regelstudienzeit sind in Rechtswissenschaften   und Germanistik jedoch deutlich weiter weg sind.  Im Detail sieht es wie folgt aus:

FachgebietInnerhalb der Regelstudienzeit in ProzentRegelstudienzeit  + zwei Semester in Prozent
Ernährungs- und Haushaltswissenschaften31,683,4
Gesundheitswissenschaften63,891,0
Ingenieurwesen29,174,0
Kunst, Kunstwissenschaft35,267,2
Landespflege, Umweltgestaltung33,183,3
Mathematik und Naturwissenschaften33,784,4
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften44,781,9
Sprach- und Kulturwissenschaften39,4      80,8

Darüber hinaus gibt es in einigen Fächern noch sehr große Unterschiede zwischen dem Abschluss des Bachelors und dem Abschluss des Masters.  Die Details auch bezogen auf einzelne Fächer und nicht nur Fachgruppen finden sich in Quelle 2.
 

Quellen: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/02/PD14_037_213pdf.pdf;jsessionid=CAC8EC02209661C736C5EBEC9EE85178.cae1?__blob=publicationFile  und
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Hochschulen/KennzahlenNichtmonetaer2110431127004.pdf?__blob=publicationFile
 

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