Viele junge Leute denken über das Studium nach, besonders in der heutigen leistungsorientierten Gesellschaft. Oft stellt sich neben der Frage der Fragen "was soll ich studieren?" auch die nicht weniger wichtige " Wovon soll ich als Student leben?"

Es gibt mehrere Möglichkeiten sein Studium zu finanzieren: Unterstützung durch die Eltern, BAFöG, Studienkredite oder das Arbeiten an der Uni bzw. in regulären Firmen. Im folgenden wird auf die diese fünf Möglichkeiten eingegangen.

Fall A: Ist das einfachste. Die Eltern helfen Dir.

Fall B: Du beantragst Hilfe beim BAFöG-Amt (Bundesausbildungsrderungsgesetz) Es hat grundsätzlich jeder Anspruch, der aus einkommensschwachen Familien kommt, sprich die Eltern eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten. Näheres dazu könnt ihr hier nachlesen: http://www.bafoeg.bmbf.de/
Der Antrag ist mit sehr viel Papierkram verbunden. Neben den Dokumenten wie Lebenslauf, Abiturzeugnis (beglaubigte Kopie), eigenes Einkommen, Versicherungen, Eigentum u.ä. braucht das Bafög- Amt ebenfalls offen gelegte Einkünfte und Unterlagen über das Eigentum deiner Eltern. Und zwar von beiden Elternteilen. Sind sie nicht willig dir die unterlagen zur Verfügung zu stellen, kann das Bafög-Amt dir den Höchstsatz zahlen, deine Eltern jedoch verklagen.
Grundsätzlich gilt, dass alles was dir nach BAFöG bezahlt wird, zu Hälfte 3 Jahre nach dem Abschluss des Studiums zurückerstattet werden soll bzw. man muss damit beginnen, diese Summe in kleinen Ratenzahlungen ohne Verzinsung zurückzuzahlen. Die Summe übersteigt jedoch nie mehr als 10 000 Euro. Für ein 5jähriges Studium kann sich aber ein Betrag von über 30 000 Euro ansammeln. Somit machst ihr einen guten Gewinn! Aufgepasst: Gute Leistungen und schnelleres studieren werden belohnt! Wenn man zu den 30 besten des Studienganges in einem Kalenderjahr gehört, dann bezahlt man einen großen Teil wenig zurück. Wer 2-4 Monate schneller fertig wird (was teilweise dadurch möglich ist, dass gewisse Praktika in den Ferien absolviert werden können, nicht unbedingt an der Uni. Ein auswärtiges Praktikum ist auf dem Lebenslauf immer gern gesehen!) bezahlt mindestens 25% weniger zurück. Wer außerdem auf einmal den fälligen Betrag auszahlt, bekommt anschließend einen Teil erstattet!
Diese Regelungen werden oft geändert, deswegen Angaben ohne Gewähr. Jede Uni besitzt ein Büro, wo diese Informationen für den gegebenen Zeitpunkt genauer geklärt werden können. Du kannst dir ebenfalls unverbindlich keinen Satz berechnen lassen. Die Informationen zu diesem Büro sind normalerweise auf der Seite der Universität zu finden.
Ganz wichtig ist dabei, den Antrag vorläufig zu stellen. Sobald Du weißt, dass du an diese Universität kommst, besorge dir die Unterlagen und gebe sie so bald wie möglich ab. Es wird nichts rückwirkend bezahlt. Außerdem bedenke, dass je schneller bzw. früher du deine Unterlagen einreichst, desto höher im Stapel, der täglich bei den Sachbearbeitern auf dem Tisch liegt, dein Antrag liegt. Ansonsten kann es 3-4 Monate dauern bis dein Geld tatsächlich kommt.

Fall C: Das Bafög-Amt hat deinen Antrag abgelehnt, deine Eltern können/wollen dir aber finanziell nicht unter die Arme greifen, dann bleibt die Möglichkeit einen Bildungskredit aufzunehmen. Informiere dich darüber bei deiner Bank. Normalerweise werden die abverlangten Zinsen niedrig gehalten. Der große Nachteil gegenüber Bafög ist natürlich, dass du die ganze Summe mit Prozent zurückzahlen musst.

Fall D: Das ist die schlechteste aller Alternativen. Du geht neben dem Studium arbeiten. Es ist sehr schwer, besonders in der ersten und in der letzten Phase des Studiums viel arbeiten zu können. Aber eine gute Möglichkeit bieten für spätere Semester (ab 3. oder 4.) Unternehmen, die in Semesterferien Werkstudenten einstellen. Diese Jobs sind sehr begehrt, da die Bezahlung recht gut ist. Manchmal lassen sich solche Jobs mit einem Praktikum kombinieren. Es versteht sich, dass die Noten bei der Bewerbung gut sein müssen. Viele Unternehmen haben aber oft eine spezielle Seite, wo Voraussetzungen und Konditionen erklärt sind.

Fall E: Viele Universitäten geben durch Aushänge den Studenten die Möglichkeit sich für ein Stipendium zu bewerben. Welche Voraussetzungen dabei erfüllt werden müssen unterscheidet sich vom Fall zu Fall. Der größte Vorteil dabei ist, dass trotz manchmal geringer Beträge, du nichts zurückbezahlen musst. Informiere dich also am besten im Fachbereich. Es gibt oft Aushangsbretter in jedem Institut/Fachbereich.

Sicherlich eine hervorragende Möglichkeit von eigenen Kenntnissen zu profitieren ist ein Assistentenjob. Oft sind solche Leute gesucht, die bereits ein paar Semester hinter sich haben und auch ganz gut im Studium sind. Es gibt deutschlandweite Verträge und die Bezahlung ist meist ca.8,30 Euro/Std. Es ist nicht viel und abverlangt wird dagegen viel, aber ein definitiver Vorteil dabei ist, dass man eigene Kenntnisse sowohl festigen als auch neue erwerben kann.

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